dima
    Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /homepages/6/d20298507/htdocs/wordpress_2015/wp-content/themes/dimsemenov-Touchfolio-c3d30d9/content-ds-gallery.php on line 24
  • Metallplastiken

    Sogenannte "Brenneisen" sind die Ausgangsmaterialien der Metallplastiken. Durch das Ausbrennen einer sich wiederholenden Form aus einer Metallplatte entsteht eine Anhäufung von gleichformatigen Elementen, die meist in Reihung angelegt sind. Die Brennstücke tragen deshalb schon eine Harmonie in sich. Hinzu kommt der Prozess des Rostens, der bewusst mit eingeplant ist und den Plastiken einen weiteren, hier farblichen Reiz verleiht. Dieser Zustand ist durch entsprechende Behandlung des Metalls gestoppt und konserviert worden.  
    „Auf Schrottplätzen sucht und findet Willi Lemke sogenannte Brenneisen, die er als Ausgangsmaterial nutzt. Diese Brenneisen sind ein Abfallprodukt der Industrie. Durch das Ausbrennen sich wiederholender Formen aus einer Metallplatte entstehen gleichformatige Elemente, die schon deshalb eine gewisse Harmonie in sich bergen. Diese Elemente schweißt der Künstler eigenhändig zusammen – Grundlage für diese Arbeit war ein eigens zu diesem Zweck besuchter Schweißkurs - und bezieht den Rost, der den Arbeiten einen weiteren, nun farblichen Reiz verleiht, bewusst mit in den Gestaltungsprozess ein. Durch entsprechende Behandlung wird dieser Prozess zu einem bestimmten Zeitpunkt gestoppt und konserviert. Trotz des schweren, massiven Materials wirken diese Arbeiten filigran und leicht, einige sind gar beweglich, wodurch der starre Charakter des Materials aufgebrochen wird. Willi Lemke begreift diese Arbeitsweise des Zusammenfügens des Ausgangsmaterials als das experimentelle Moment in seiner Arbeit. Wie bei den ausrangierten Computerbauteilen erhalten diese metallischen Industrieabfälle einen neuen Wert, eine neue ästhetische Aufgabe: Sie verbinden die Technik mit der Kultur.“* *Dr. Josef Gülpers, Kunsthistoriker, 2013 Seit Anfang 2017 verändert sich teilweise der Charakter der Plastiken. Anstelle von rostigen Gebilden sind nun glänzende und rostfreie Gebilde Gegenstand seiner künstlerischen Arbeit. Organisch wirkende Metallobjekte weisen Spuren auf, die beim Prozess des Bearbeitens des zu recycelten Materials entstehen. Diese Spuren werden entdeckt, restauriert und im Werk hervorgehoben. Durch Lack  fixiert, erhalten die Plastiken einen besonderen Reiz. Der Prozess der Zerstörung wird gestoppt und das Material konserviert. Die „Wiedergeburt des Materials“ steht wie bei den „Recyclingcollagen“ wieder im Vordergrund.